Zwischen den
Anfängen liegen Stationen. Oder sind das Enden?
Wann hört das
Beginnen auf, wann startet ein Ende? Wer erkennt, an welchem Punkt der Fluss
gerade ist? Fixpunkte sind schwer auszumachen im Fließen. Sie gleichen
Treibholz im Strom. Was wir schlussfolgern können: Es ergießt sich von Quelle
zu Mündung. Beides bleibt uns verborgen.
Sobald wir uns
eingerichtet haben in den Routinen des Alltags, treiben wir dahin. Wie alles in
der Natur sind wir ausgerichtet auf Energieeffizienz. Wir wollen nicht so sehr
vorankommen, wie durchkommen. Leicht soll es sein.
Ab wann geht es
weiter? Wann mündet Ende in Neuanfang? Wenn alles fließt, ist "Status
quo" eine Illusion. Der Film läuft und selbst in Einzelbildern ist
Bewegung. Das Sein lässt sich nicht zerstückeln in Teilchen. Wir sind so klein,
dass wir das Ganze nicht überblicken.
Irgendwann geschah
der Ortswechsel. Nun beginne und ende ich hier. Habe
ich mich hier wiedergefunden? Wenn, dann muss ich mich
irgendwo verloren haben.
Klarheit ist ein
Konzept. Wie alles andere auch. Es bleibt uns überlassen, was wir annehmen und
was nicht. Wer sich bedrängt fühlt, lebt in der Enge der eigenen
Entscheidungen. Zum Glaube gehört Zweifel, zur Hoffnung Verzweiflung. Die Welt
ist polar. Ungeteilte Einheit bedeutet Nichtsein. Nichtsein kann nicht sein,
solange jemand Nichtsein denkt.
Das Nichts ist zu
komplex, weil es alles sein könnte. Wir können uns finden oder damit abfinden -
Dass nichts ist, was es ist, sondern das, wie wir es sehen.
So geht die Sicht immer dazwischen. Weil sie Beginnen und Beenden nicht auf einen Blick erfassen
kann.
Zwischenblick.

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